Nass-Trocken-Sauger – einer für alles

Die Familie der Staubsauger ist sehr umfangreich und es ist nicht leicht, den passenden Sauger für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Ob Handstaubsauger, Bodenstaubsauger, Staubsauger Roboter, Industriestaubsauger, der berühmte Vorwerk-Staubsauger oder, oder, oder….

Die Liste kann endlos fortgeführt werden und das würde hier den Rahmen sprengen. Ein Staubsauger-Typ in dieser vielfältigen Auswahl ist der Nass-Trocken-Sauger.

Was ist ein Nass-Trockensauger?

Der Name verrät bereits, dass es sich um eine Mischung aus Nass- und Trockensauger handelt. Diese speziellen Sauger ähneln den Industriestaubsaugern, die allerdings nicht immer für Flüssigkeiten und nassen Schmutz geeignet sind.

Ein Nass-Trocken-Sauger kann in vielen Situationen nützlich sein. Er ist in der Lage neben „normalen“ Staub und Dreck auch Flüssigkeiten sowie feuchten bzw. nassen Schmutz problemlos aufzunehmen. Der praktische Haushaltshelfer, eignet sich für:

  • Teppichboden
  • Laminat
  • Parkett und
  • viele andere Untergründe.

Sollen Polstermöbel und Teppichboden gereinigt werden, dann ist der Mehrzwecksauger von großen Vorteil. Bei einigen Modellen muss vor der Nutzung des Nasssaugers ein spezieller Filterschutz überzogen werden. Der nasse Schmutz, bzw. die Feuchtigkeit wird dann in einem Behälter aufgefangen.

Die verschiedenen Arten der Nass-Trocken-Sauger

Grundsätzlich muss hier zwischen zwei verschiedenen Formen unterschieden werden. Die herkömmlichen Modelle verfügen sowohl über einen Staubsaugerbeutel, als auch einen Wasserauffangbehälter. Per Umschalttaste wird dann zwischen dem gewünschten Anwendungsgebiet gewechselt. Neben dem Aufsaugen von diversen Schmutzpartikeln kann mit einem solchen Nass-Trocken-Sauger auch eine gründliche Tiefenreinigung von Polstermöbeln und Teppichen durchgeführt werden, die vorab shampooniert wurden. Selbst Autositze können somit gereinigt werden. Dafür wird zuerst der Schaum auf die zu reinigende Oberfläche aufgetragen und nach einer kurzen Einwirkzeit abgesaugt.

Die andere Variante ist der Sauger, der die Reinigung mit Wasser ermöglicht. Diese Geräte sind zusätzlich mit einem Wassertank ausgestattet und dementsprechend größer und schwerer. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Waschsauger.

Die Vor- und Nachteile des Nass-Trocken-Saugers

         Die Vorteile                Die Nachteile
 

+ kann Verschmutzungen & Flüssigkeiten aufnehmen

 

x nicht überall einsetzbar aufgrund der Größe

+ mit verschiedenen Volumen erhältlich

+ mit Rollen gut transportierbar

+ viele Modelle sind sehr leise

+ arbeiten ohne Beutel

+ vielfältige Einsatzmöglichkeiten

+ einige Modelle bieten einen integrierten Hochdruck- oder Dampfreiniger

x teurer als normale Staubsauger

x Plastikausführungen sind nicht so stabil

x Filterwechsel ist nicht bei jedem Modell einfach

Worauf beim Kauf von einem Nass-Trocken-Sauger achten?

Vor allem im gewerblichen Bereich sind Nass-Trocken-Sauger zu finden, doch diese Sauger können auch für Hausbesitzer wirklich hilfreich und empfehlenswert sein.

Tipp! Geht es darum, einen Nass-Trocken-Sauger anzuschaffen, muss darauf geachtet werden, dass mit einem steigenden Behältervolumen auch die Watt-Leistung wachsen muss. Viele namhafte Hersteller wie beispielsweise Kärcher bieten Geräte mit Hochleistungsmotoren an, bei denen die Saugleistung mitunter in einzelnen Stufen einstellbar ist.

Viele der Nass-Trocken-Sauger von namhaften Herstellern wie beispielsweise Bosch oder Kärcher sind mit langen Stromkabeln versehen. Damit stellt die Energieversorgung selbst bei Arbeiten mit einem großen Radius keine Probleme dar. Die Kabel können außerhalb des Gebrauchs um den Sauger gewickelt und fixiert werden. In einigen Fällen ist ein automatischer Einzug vorhanden. Ein weiteres Qualitätsmerkmal sind leichtgängige Rollen. Kann der Sauger in alle Richtungen gezogen werden und er ist gegen ein versehentliches Kippen gesichert, dann erleichtert das die Handhabung enorm. Geht es um die Reinigung von schwer zugänglichen Stellen oder das Fahrzeuginnere, dann ist die Länge des Saugschlauchs ebenfalls wichtig. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Schlauch flexibel ist und nicht zu steif. Der erzeugte Geräuschpegel sowie die Robustheit des Gerätes sind weitere Kriterien, die beim Kauf eine Rolle spielen. Oftmals wird in der Produktbeschreibung des jeweiligen Gerätes die Lautstärke in der zugehörigen Einheit Dezibel angegeben.

Zudem ist auf folgende Punkte beim Kauf zu achten:

  • Fördermenge
  • Durchmesser des Saugschlauchs
  • maximale Ansaughöhe
  • Gute Schalldämmung
  • Lieferumfang (Saugschlauch, versch. Bürsten & Düsen, Filterbeutel etc.)

Damit eine möglichst leichte Handhabung des Nass-Trocken-Saugers gewährleistet werden kann, sind die meisten der Geräte mit Laufrollen ausgestattet. Damit wird das Ziehen des Gerätes noch leichter und das ist angesichts seines hohen Eigengewichts mehr als praktisch. Des Weiteren ist es von Vorteil, dass einige Modelle mit einem besonders langen Saugschlauch ausgestattet sind, wodurch der Nass-Trocken-Sauger nicht ständig bewegt werden muss.

Hersteller von Nass-Trocken-Saugern

Definitiv ist Kärcher der bekannteste Hersteller im Bereich der Allessauger. Aber auch Unternehmen wie Nilfisk, Thomas, Garden oder Einhell gehören zu den Anbietern, die qualitativ hochwertige Nass-Trocken-Sauger anbieten. Die Auswahl an diesen Geräten ist breit gefächert und wer sich etwas Zeit nimmt, um die Angebote miteinander zu vergleichen, der wird schnell den für ihn passenden Nass-Trocken-Sauger finden.

Aqua Vac     Black&Decker     Bosch     Einhell     Fakir         Festool       Hitachi       Nicol       Hoover       Lavor         Kärcher      Metabo         Philips       Sealey         Starmix

Wissenswertes rund um die Handhabung und Bedienung

Nicht nur von der Optik, sondern auch von der Funktionsweise ähnelt ein Nass-Trocken-Sauger dem herkömmlichen Staubsaugern. Er verfügt über einen Motor, durch den ein Gebläse in Gang gesetzt wird, welches einen Unterdruck im Gehäuse erzeugt. Die Luft wird, um für Ausgleich zu sorgen, nach innen hineingeleitet. Der Schmutz wird durch die eingesogene Luft aufgefangen und dann in das Innere des Nass-Trocken-Saugers befördert.

Neben einem Staubsaugerbeutel besitzen einige Geräte auch einen Wasserauffangbehälter. Je nachdem, welche Art von Schmutz bzw. Flüssigkeit aufgesaugt werden soll, wird eine Umschalttaste umgelegt, womit die entsprechende Aufsaugart eingestellt wird.

Bei der Nutzung von einem Nasssauger sollten jedoch einige Tipps beherzigt werden. So sollten zum einen wasserlösliche Flüssigkeiten vermieden werden, wie beispielsweise Farbe. Denn diese Arten von Flüssigkeit können den Sauger beschädigen bzw. die Filterkartusche. Im Zweifel sollte ein Blick in die Betriebsanleitung des Nass-Trocken-Saugers geworfen werden, welche Art von Schmutz bzw. Flüssigkeit mit ihm aufgenommen werden können. Ebenfalls ist es wichtig, vor dem Zurückstellen das Gerätes den Schlauch zu kontrollieren. In diesem sollte sich keine Flüssigkeit mehr befinden, die in das Gerät zurücklaufen und dann einen Schaden am Gerät verursachen könnte. Je nachdem was mit dem Nass-Trocken-Sauger aufgesaugt bzw. gereinigt wurde, ist es empfehlenswert, das Gerät stets im Anschluss zu leeren. Denn so kann einer unangenehmen Geruchsbildung vorgebeugt werden.

Fazit zum Nass-Trocken-Sauger

Die Vielseitigkeit der Nass-Trocken-Sauger spricht für die Geräte. Auf dem Markt sind die unterschiedlichsten Arten zu finden, von denen jede individuelle Vorteile bietet. So gibt es den Allessauger, der einfach alles in sich aufnimmt und wem das nicht genügt, der kann sich für einen Waschsauger entscheiden. Dieser saugt nicht nur, sondern er besitzt Düsen, mit denen er Wasser oder andere Flüssigkeiten nach außen abgeben kann. Damit kann eine Reinigungsflüssigkeit erst auf die Oberfläche aufgetragen werden, die im Anschluss wieder ausgesaugt wird. Diese Geräte ermöglichen eine unkomplizierte und gründliche Reinigung.